Selbstliebe

Es zeigt sich für mich, dass es in diesen Zeiten immer wichtiger wird sich mit Liebe und ihrem Wesen auseinander zu setzen. Zu prüfen, welche Konzepte, Vorstellungen oder sogenannte Wahrheiten wir diesbezüglich übernommen haben. glauben und ausleben. Im Speziellen, wie wir die Liebe zu uns selbst verwirklichen.

Wesentlich ist, sich bewusst zu werden bzw. sein, dass über unser Herz, die machtvollste und alles durchdringende Kraft fließt: Liebe. Doch wie leben wir diese Energie bzw. Kraft in unserem eignen DaSein. Noch viel wesentlicher stellt sich die Frage: Wie lebe ich Liebe zu mir selbst? Zu meinem Sein? Zu dem was ich wirklich bin?

Selbstliebe wird oft verwechselt mit Selbstsucht, Egoismus, u. a. … ist es doch viel mehr eine tiefgreifende Akzeptanz, Selbstachtung und Wertschätzung dessen was ich bin. Ein Ausdruck wahrer Verbundenheit mit dem eigenen Wesen und dem Leben selbst.

Liebe – ist auch eine Worthülse, die über viele Jahrhunderte, Leben und Gezeiten angereichert worden ist mit unzähligen Urteilen, Bewertungen, Glaubensmustern, Überzeugungen, Ängsten, Schmerz, Leid … oft in einen Kontext gebracht wurde, um Menschen zu dominieren, manipulieren, missbrauchen, usw..

Es gilt sich bewusst zu machen, dass wir auf diesem Planten unterhalb des Minimums für Selbstliebe leben. Das mag im ersten Moment provokant klingen, provoziert es doch die Einladung sich selbst und die Dinge ehrlich anzuschauen. D. h. hinaus zu schauen in die Welt und den Geschehnissen und hinein in die eigene *kleine* Welt und unser Umgang/Denken mit und über uns selbst.

Selbstliebe ist die Grundlage für Empfänglichkeit, Fülle und wahre Selbstverwirklichung. Es bedeutet auch sich selbst auszuhalten und dabei meine ich z. B. nicht nur Angst und Schmerz sondern und vor allem unsere innere Lebendigkeit, SeinsFreude, Kreativität, eigene Wahrheit, u. a. m.

Im Aufbrechen alter destruktiver Konditionierungen und Denkgewohnheiten schaffen wir Räume für mehr (Selbst-) Liebe. Dies tut nicht nur uns selbst gut sondern schafft Möglichkeiten für ein wohltuenderes DaSein und Miteinander auf diesem Planeten.

Beherzt stellen sich Fragen ein, die ich einfach in den Raum stelle, wie z. B.: Liebst Du Dich genug, um wirklich zu spüren und zu verkörpern, dass Du die Liebe eines anderen empfangen und genießen kannst? Liebst Du Dich selbst genug, um das Leben zu verwirklichen, das deinem wahren Selbst gerecht wird? Liebst Du Dich genug, um Dich so zu zeigen bzw. zu Sein was Du wirklich bist? ….

In einer Welt bzw. Gesellschaft, die von Ängsten, Selbstzweifeln, Selbstablehnung, Bedürftigkeit, Mangel, Hass, u. a. profitiert, ist es ein rebellischer Akt sich selbst zu lieben.

In diesem Sinne seid herzlich, mit liebevoll-rebellischen Grüßen, gegrüßt!

 

Text: © Stephanie Fritz