Was wir für möglich halten …

Was wir für möglich halten …

In einer Welt, die gerade sprichwörtlich ‚ver-rückt‘, chaotisch und aus den Fugen geraten zu sein scheint, verzerrt ist … geht es immer wieder darum, was ich / wir für möglich halten.

Immer wieder zieht es mich hinaus ins Chaos – zwangsläufig, wenn man sich auf Allgemeinplätzen u. a. im Internet tummelt. In eine Welt, die sich rastant sowie drastisch verändert.

Ein Sog, für den ich meine Mitte, meine Verbindung mit mir und meinem Innern, immer wieder verlasse. Ja, mich manchmal sogar geradezu im Aussen verloren habe.

Ein Sog in eine Realität, die mein mentales Sein auf Trab hält…. jedoch ansonsten nicht wohltuend nährt. Was gerade passiert, erscheint sureal. Für jemanden, die um andere Welten und Ebenen weiß, diese für real hält, damit arbeitet und lebt, mag dies etwas sonderlich klingen. Vermeintliche Sicherheit in unserer bekannten Welt war bisher selbstverständlich und auch nicht in Frage gestellt.

Die Frage: Was hälst Du für möglich … ist eine spannende sowie wesentliche Frage – ja, was halte ich für möglich? Letztlich auch das was gerade in der Welt geschieht? Wie bizarr, chaotisch oder bedrohlich es erscheinen mag?

Stille.

Um so länger ich die Frage, wie eine Murmel drehe, um so stiller wird es in mir. Denn mein *wissen und verstehen wollen* – sprich mein Denker, der versucht vieles was gerade geschieht in ein Förmchen zu stecken – läuft ins Leere. Es gilt loszulassen von konditionierten Denk- und Handlungsgewohnheiten. Sich zu öffnen für ein zulassen, DaSein mit dem was gerade ist im SoSein der Dinge.

Was wir für möglich halten, formt unsere Realtiät, unsere Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit dessen was wir sind und wollen.


Was wir für möglich halten ist letztlich geprägt von einem Filter, der aus Wahrheiten, Glaubensmustern, Konzepten, etc. entstanden ist, die wir meist, irgendwann einmal, von anderen übernommen haben. Was richtig, was falsch ist. Was wir dürfen, was nicht…. usw. … es sind Überzeugungen, die unsere innere wahre Stimme überschatten. Uns wegträgt von dem inneren Gespür, das mit unserer Intuition und inneren Autorität in Verbindung steht.

Was wir für möglich halten lässt uns Begrenzungen überwinden, Fesseln sprengen, uns erweitern, verändern, … in Bewegung Sein. …oder in Stagnation und Blockaden verharrend, unterdrückt, zusammengezogen, … im Stillstand Sein.



Was wir für möglich halten lässt unsere Welt bunt und vielfältig oder schwarzweiss und eintönig erscheinen.

Was wir für möglich halten nährt unsere Lebensfreude oder Angst.

Was wir für möglich halten lässt uns Dinge tun, die wir schon immer tun wollten anstatt sie auf irgendwann (oder garnicht) zu verschieben … egal wie äussere Umständen auch sein mögen.

Was wir für möglich halten kann uns neue Sichtweisen und Perspektiven schenken, ermöglicht unseren Filter zu verändern und zu erweitern. Unser DaSein, Leben, Alltag auf eine andere Ebene oder in eine andere Gestalt zu bringen.

Sein.

In diesem derzeitigen Chaos in dem viele Meinungen, Emotionen, Informationen u. a. m. herumwirbeln und sich bisweilen auch auf eine Art *bekriegen*, spült es bei vielen eine Form von Haltlosigkeit, Unsicherheit, Ängste und anderes hoch an die Oberfläche. Dinge die wir nicht kennen oder nicht wollen, da es sich unangenehm anfühlt. Vordergründig keine schöne Perspektive bietet. Wie gewohnt weg- oder unterdrücken oder gar ignorieren läuft jedoch zunehmend ins Leere. *Botschaften* und Informationen, die auf vielen Ebenen triggern, sind immer mehr präsent. Dem Ausweichen erscheint schwierig oder aussichtslos …

Was halten wir für möglich? Wie damit umgehen? Letztlich geht es darum was jede/r einzelne für möglich hält. Für sich, für das was er/sie wirklich will.

Ich kann nur meine Sichtweise anbieten und dazu einladen für sich selbst zu klären:  
Was halte ich für möglich?
Was will ich wirklich?

Für meine Wahrnehmung sind wir gefordert uns rückzuverbinden mit der Essenz unseres Wesens. Den Weg zu sich selbst zurück zu finden und zu gehen. Eingefahrene Konditionierungen, die äussere Welt zu glorifizieren und sich darin zu verlieren, loszulassen … zu transzendieren.

Lernen aus sich selbst heraus zu Sein, in Verbindung mit seinem inneren Wesen und basierend darauf für sich ein Leben, eine Gegenwart und Alltag zu kreieren, die Herzbasiert ist. Getragen und genährt durch das eigene Seelenwesen. Unabhängig davon, was wir glauben und/oder uns die äussere Welt vorgibt Sein zu müssen, um bestehen zu können. Da tut es auch gut TV, Radio, Internet u. a. einfach mal sein und die Flut an Informationen etc. draussen zu lassen. Anstatt sich berieseln zu lassen, präsent Sein mit sich selbst.

Es gilt sich (wieder) zu erinnern an sich selbst, in Verbindung zu Sein mit dem was wir wirklich sind. Verbundenheit mit seiner Seele zulassen bzw. stärken, um wahre Wünsche, Wert, Bedürfnisse und Sehnsüchte erfüllen und leben zu können – Herzbasiert.

Für jene, die sich im äusseren Chaos verloren haben oder dies immer wieder zulassen – ein Impuls, sofern Du magst: Bewege Dich raus aus dem Chaos – mental und emotional… löse dich davon, lass es los, lass es so Sein wie es ist. Erlaube Dir frei von bewerten und urteilen zu Sein.

Komm zurück in deine Mitte, wo  es ruhig und friedlich ist. Werde zum Beobachter, von all dem Chaos, das um dich herum wirbelt. Verweile dort, komm zur Ruhe, kläre für Dich was Du wirklich willst und was Du für möglich hälst oder halten willst, um dich entsprechend auszurichten. Letztlich bist Du deine eigene Sicherheit, die in und durch dich selbst entsteht und lebt.

Von Herzen,
Stephanie